Prognose
An der Grundsituation unseres Finanz- und Wirtschaftssystems hat sich nichts geändert, und bis zum kommenden Crash wird sich auch nichts daran ändern. Es ist deshalb müßig, immer neue Kommentare zur jeweils aktuellen Lage abzugeben. Was die Medien zuerst als "Griechenland-Krise" durchs Dorf treiben, wird sich einfach reihum fortsetzen als "Portugal-, Spanien-, Italien- usw. Krise". Jedesmal wird erneut die Zahlerrolle Deutschlands aufgebracht werden; jedesmal wird es zu denselben Diskussionen kommen. Man kann sich wochen-, ja monatelang damit beschäftigen. Aber wie hier schon in den grundlegenden Beiträgen zum Geldsystem (linke Spalte Hauptseite) erklärt, sind das alles nur Folgeerscheinungen des ungedeckten legalen Falschgeldes (Kredit- bzw. Fiatgeld) selbst.
Die erste Folgeerscheinung sind die Banken-Bailouts ("too big to fail"), die zweite die drohenden Staatsbankrotte. Jedesmal wird die Öffentlichkeit belogen, einerseits von den Finanz- und Wirtschaftsexperten des Mainstreams, dann von den Politikern und Medien des Mainstreams. Man versucht einhellig, jedes dieser Symptome als "unvorhersehbaren" Sonderfall zu präsentieren und die Schuld irgendwelchen Nebenaspekten zu geben. Jedesmal wird das fehlende Geld (nicht bezahlbare Schulden bzw. Schuldzinsen, nicht mehr auf dem Markt veräußerbare Staatsanleihen, als Bankrott) durch erneuten Bailout beschafft, d.h. Schulden werden durch neue Schulden nicht beglichen, sondern übertüncht. Die Blase wird immer weiter aufgepumpt. Das ganze Spiel läuft solange, wie man noch Möglichkeiten findet, weiter aufzupumpen.
Zurückgezahlt wird nichts, und darum geht es auch gar nicht. Das Geldsystem basiert auf dem Schuldenwachstum, und am Schuldenwachstum verdient die Geldkrake: die Banken bzw. ganz großen Banken und ihre Hintermänner, denn nur Schuldzinsen bringen denen Gewinn und beschleunigen die Umverteilung. Und schließlich läuft die Umverteilung nicht auf die Banken oder die Politiker zu, sondern immer auf die Bürger, also jeden einzelnen von uns.
Auch wenn das hier alles schon mehrfach erklärt wurde, bleiben die Realitätsleugner immer noch unbeirrt. Entweder sie weigern sich, auch nur für ein paar Sekunden überhaupt über das Thema neu nachzudenken, indem sie sich ihre eigenen Lügen vorerzählen (das heutige Dollar- oder Euro-Geld sei gedeckt, Staaten könnten sich beliebig finanzieren, es ginge immer irgendwie weiter), oder sie vertrauen als Systemschafe blindlings den Lügen der vielgeliebten Obrigkeit und deren sogenannter Fachleute. Wenn Politiker und Fachleute wohlgekleidet, mit sauberer Krawatte und intellektuellem Duktus vor die Öffentlichkeit treten, wenn Bankberater dem Kunden höflich und beflissen Kaffee anbieten und sich mit allen psychologischen Finessen um den Anschein von Seriösität und Vertrauenswürdigkeit bemühen, wenn gutgelaunte Fernsehmoderatoren ihre wohltönenden Geschichten feilbieten, dann schaltet das Gros der heutigen, seit Jahrzehnten verwöhnten und umhegten Konsumbürger sofort das eigene Urteilsvermögen ab und glaubt einfach alles, was ihm erzählt wird. Dieser Anschein macht heute den Unterschied: stimmt der Schein, so interessiert keinen mehr, was hinter den Kulissen ausgeheckt wurde. Früher assoziierte man Faschismus mit grölenden Horden, Prügeleien, Bücherverbrennungen und hart gedrilltem Militär, heute verbirgt sich der Volksbetrug hinter wohlanständigem Elitegehabe und freundlichem Lächeln.
Wer doch noch, wenigstens für Sekunden, ein bißchen das Selberdenken üben möchte, braucht sich nur die Kurven der nationalen Gesamtverschuldungen anzuschauen: alle von ihnen bilden die Exponentialkurve nach. Es handelt sich bei den Hintergründen des Geldsystems eben um Mathematik, und die kann auch kein Politiker außer Kraft setzen — und was Bankiers betrifft, die wollen das ja auch gar nicht. Diese Kurven sind meine Prognose.

Quelle: wirtschaftquerschuss.blogspot.com
Gegen die Mathematik kommen weder die Politiker an, noch die großen Menschenmassen, die auf eine staatliche Lösung unseres Grundproblems hoffen. Es lohnt sich nicht, all diesen Winkelzügen und Tricks zu folgen, die täglich trommelfeuerartig aufs Volk logelassen werden. Es gibt hier einfach nichts Neues zu berichten, weil die Grundsituation, wie gesagt, stets dieselbe ist. Wichtig ist nur eines: sich die grundsätzlichen Mechanismen hinter der aktuellen Lage klarzumachen, auf jegliche Ablenkungen des politischen Tagesgeschäfts — also dieses ganze lächerliche und verblödende Getue der Mainstreammedien — komplett zu verzichten und für sich allein die richtigen Konsequenzen ziehen.
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